design Jägerblut Inchenhofen Stephan Reinl
Das Bestehen der Schützengesellschaft lässt sich mit einigen Unterbrechungen bis in das Jahr 1661 zurückverfolgen. Die Gründung der damaligen Feuerschützen hatten den Zweck, den Bürger mit dem Umgang der Schusswaffe vertraut zu machen, um im Ernstfall geübte Schützen zur Verteidigung von Hab und Gut zur Hand zu haben. Jeder wehrfähige Bürger sollte damals im Besitz einer Waffe sein und eine entsprechende Schießausbildung haben. Das Schießen fand grundsätzlich im freien Gelände statt, mit einem Schießhäusl und einer Schutzmauer. Die Schießstätte lag auf dem heutigen "Wiesengrund", am Ortsausgang nach Aichach auf der linken Seite. Dieses Flurgebiet nennt sich heute noch "Schießmauer". Um das Jahr 1770 stellten die Schützen schließlich selbst eine Art Bürgerwehr. Es dauerte dann jedoch bis zum Jahr 1841, als im Saal des Bierbrauers Hegele (Kratzer), die Schützengesellschaft neu gegründet wurde. Gemäß den Aufzeichnungen rückte nun ach der sportliche und gesellige Aspekt mehr in den Vordergrund. Mit Zimmerstutzen und Luftgewehr schoss man in der Gaststube auf eine Entfernung von 7 - 10 Metern. Kurz nach dem 2. Weltkrieg erlebte der Verein dann einen Höhepunkt nach dem anderen. So feierte man 1958 über acht Tage lang die Weihe der vom Ehrenmitglied Lorenz Händler gestifteten Fahne. 1969 richtete man erstmals das Gauschießen aus. 490 Schützen aus dem Sportschützengau Aichach nahmen an dieser schießsportlichen Großveranstaltung teil. Sieben Jahre später, im Jahre 1976 war man erneut Ausrichter des Gauschießens. Dazu wurde die Maschinenhalle von Anton Sieber in ein Schießlokal umfunktioniert. Ein Meilenstein in der Geschichte wurde 1981 mit der Einweihung des neuen Schützenheimes im alten Rathaus gesetzt. In 5000 Arbeitsstunden hat man sich ein neuen Domizil mit 11 Schießständen für LG und LP sowie mit der Möglichkeit zum 3-Stellungskampf geschaffen. 441 Schützen nahmen am Eröffnungsschießen teil. Auch kulturell betätigen sich die Jägerblutschützen in der Marktgemeinde. Ein Bildstock im Inchenhofener Moos, eine holzgeschnitzte Figur des hl. Sebastian, wie auch die Teilnahme am alljährlichen Leonhardiritt zeugen von der Verbundenheit zum christlichen Glauben und der Pflege von Brauchtum und Kultur. So feierte man auch 1986 das 325-jährige Gründungsjubiläum in gewohnter Weise wiederum mit einem Gauschießen und einer Rekordbeteiligung von 606 Schützen. Im sportlichen Bereich ist Jägerblut seit vielen Jahren sehr erfolgreich. Neben den vereinsinternen Wettkämpfen wie Wintermeisterschaft, Königsschießen, Vereinsmeisterschaft, Sebastiani- und Packerlschießen stehen die Jägerblutschützen auch auf Gauebene im Vordergrund. So befinden sich die Schützen um Schorsch Märdauer seit Einführung der Gaurundenwettkämpfe in der Spitzengruppe und konnten eine ganze Reihe von Meistertiteln in der höchsten Gauklasse erringen. Gaumeistertitel im Einzel und in der Mannschaft sowie eine Reihe von sehr guten Platzierungen bei weiterführenden Meisterschaften runden das sportliche Erfolgsbild ab. Einen immer größeren Stellenwert nehmen seit geraumer Zeit die Pistolenschützen im Verein ein. Als Alternative zum Luftgewehr ist die Luftpistole ein beliebtes Sportgerät, mit dem auch einige Meistertitel errungen wurden. Nach dem Dachausbau 1994 hat sich die Standkapazität auf nunmehr insgesamt 19 Schießstände erhöht. Also optimale Voraussetzungen für einen reibungslosen Ablauf und guten Sport. Den gesellschaftlichen Bereich prägen der traditionelle Schützenball, die Weihnachtsfeier, die Teilnahme an Fahnenweihen sowie an den örtlichen Kirchen- und Vereinsfesten. Zudem beteiligt man sich aktiv am Ferienprogramm der Marktgemeinde und leistet son einen erheblichen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben in "Leahad". Einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung der Schützengesellschaft Jägerblut hatte der langjährige Schützenmeister Franz Binzer. Leider hat er seine Schützenfamilie am 15. Dezember 1999 nach einer schweren Krankheit für immer verlassen. Seine Schützen sind ihm jedoch über den Tod hinaus verbunden und werden sein Andenken stets in Ehren halten.
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